Weiterhin steigende Preise an deutschen Immobilienmärkte im Norden und Osten

Der Berliner Immobilienmarkt erreicht eine Sättigung – allerdings nur im Luxussegment. Ansonsten steigen die Preise weiter, besonders bei Häusern. Auch in Hannover sind Eigenheime besonders gefragt, in Hamburg und Dresden hingegen liegen Eigentumswohnungen vorne. Das geht aus der Datenanalyse „Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI): Region Nord/Ost 4. Quartal 2020“ des Baufinanzierungsvermittlers Dr. Klein hervor.

Mit 12.990 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung in Berlin und 14.359 Euro pro Quadratmeter für ein Eigenheim werden im vierten Quartal 2020 in der Bundeshauptstadt beachtliche Höchstpreise gezahlt. Allerdings werden derartige Immobilien laut Ekkehard Enkelmann, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Berlin weniger nachgefragt, so dass für ihn ein Ende der Preisspirale bei Luxusimmobilien absehbar ist.

Jenseits des Luxussegments ist die Nachfrage allerdings weiterhin größer als das Angebot und der Preisanstieg ungebrochen. So erfuhren Berliner Ein- und Zweifamilienhäusern im Vergleich zum Vorquartal eine Preissteigerung plus 3,82 Prozent – die größte Steigerung unter den Metropolregionen im Norden und Osten.

In Hamburg steigt besonders die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und mit ihr der Indexwert: Er verzeichnet ein deutliches Plus um 3,15 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Die Preisentwicklung bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist mit plus 2,51 Prozent hingegen etwas weniger dynamisch.

In Dresden wurden im vierten Quartal knapp 3.000 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen aufgerufen – ein neuer Rekord. Das sind rund 1.000 Euro pro Quadratmeter mehr als noch vor fünf Jahren. Auch bei Eigenheimen zeigte sich im Fünfjahres-Vergleich eine enorme Entwicklung: Mit 2.735 Euro pro Quadratmeter liegt der Medianpreis mehr als 700 Euro pro Quadratmeter über dem vom vierten Quartal 2015.

Mit plus 1,13 Prozent im vierten Quartal erfuhren Eigentumswohnungen in Hannover die geringste Preissteigerung im Nord-Ost-Vergleich. Von einer Stagnation des Hannoveraner Wohnungsmarktes zu sprechen, wäre allerdings verfrüht, wie ein Blick auf die tatsächlich gezahlten Preise zeigt: Sowohl das Mittel von 2.877 Euro pro Quadratmeter als auch der Maximalpreis von 7.829 Euro pro Quadratmeter sind so hoch wie nie zuvor. Hauskäufer zahlten in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit im Schnitt 2.455 Euro pro Quadratmeter zwar einen geringeren Quadratmeterpreis als Wohnungskäufer, dieser steigt jedoch ebenfalls stetig an. Dies unterstreiche auch der Indexwert mit plus 2,75 Prozent im Vorquartalsvergleich. (DFPA/JF1)

Quelle: Pressemitteilung Dr. Klein

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